Bürgerinitiative Barbaraviertel e.V.

Gemeinsam fürs Barbaraviertel

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Außer der Reihe: Verse fürs Viertel (Anni Aan den Boom) – Juni 2019


Teil 1: Wohnquartierskonzept

Seit Jahren im bib wir reden, diskutieren und sprechen davon,

wie leben und wohnen wir im Viertel, wie ist unsere Situation?

Unser Vorstand bat mich, in Versen zu schildern eine eigene Version.

Gern mach ich das hier, viele kennen mich, bin offen und ehrlich immer schon.

Ich selbst kaufte vor 35 Jahren mein Reihenhaus,

3 Stufen am Eingang und zum Garten, die Treppen im Haus,

die Stufen machten mir und beiden Kindern gar nichts aus.

Ich war voll berufstätig, gesund, beweglich und mobil;

schon 9 Jahre später, ich wurde sehr krank und mir alles zu viel.

Auf eigene Kosten ließ ich schon 1992 drei Geländer und Handläufe anbringen,

von fehlender Barrierefreiheit könnte ich wohl ein Lied singen.

Von der Pflegeversicherung sprach man 1991 auch nicht,

die wurde erst im Jahre 1995 zur Pflicht,

diesen Begriff kannte man damals überhaupt nicht.


Mit 50 musste ich (1993) in Früh-Rente gehen,

Tochter und Sohn erwachsen; ich musste alleine zusehen.

Die Arbeit in Haus und Garten, ich betrachtete sie als Sport,

ich konnte noch Auto und Rad fahren, ich kam von hier fort.

Ich war aber sehr einsam, lebte ja allein,

doch ich wollte sooo nicht alt werden, nein, nein, nein!


2013 ein Lichtblick: Im Viertel Fragebogenaktion,

dann monatliche Treffen, 2014 gründeten wir unseren bib-Verein.

Das bib-Motto, es lautet: gemeinsam, nicht allein.

Ich brauchte diese Kontakte, von Anfang an war ich dabei:

Sprachunterricht, Geschichtsgruppe, Gute-Besserungs-Briefe,

Sonntags-Treffen, Sonntags-Frühstück, Lachen und Gespräche,

dienstags und donnerstags im Café seit 6 Jahren, Skat-Runden dabei.

Man kennt sich, trifft Leute, ist nicht mehr allein.

Wir alle sind froh und dankbar, dass es gibt den Verein.


Seit Jahren sprechen wir immer wieder davon,

es muss sich was ändern an der Wohnsituation.

Mit schweren Krankheiten und Pflegefall blieb ich nicht allein;

so nach und nach bekamen einige nicht nur ein Zipperlein.

Auch sie konnten ihr Leben nicht mehr alleine regeln zu Haus;

und acht unserer Mitglieder zogen aus dem Viertel deshalb schon aus.

Wir träumen im bib vom barrierefreien Leben

ohne Stufen und Treppen, aber miteinander, Jung und Alt,

sich gern gegenseitig Hilfe zu geben und zwar hier in unserem Barbaraviertel eben.

Den gewünschten Platz gibt es nicht, die CDU-Fraktion sagt im Voraus schon: Halt!


Nicht nur Hauseigentümer, auch Mieter, junge Familien brauchen Raum;

den Platz dafür, ohne professionelle Hilfe, gibt es wohl kaum.

Unsere Idee für ein solches Projekt (auf städtischem Grund),

den Platz gibt es nicht,

die CDU sagt im Voraus schon, mit uns geht das nicht!

Etwa 4000 Menschen in unserem Stadtviertel haben ein Recht auf ein solches Wohnprojekt –

wieso wird, noch bevor der Stadtrat entscheidet,

uns gesagt, dieser Platz ist nicht perfekt?


Unsere Wünsche und Träume, sie sind erst mal geplatzt,


warum wurde uns dort das Wohnprojekt verpatzt?

In der Zeitung musste ich davon lesen,

für mich ist es mit dieser Hoffnung dann wohl gewesen …

Leider muss ich für mich unseren bib-Traum begraben;

unser Vorstand sucht weiter,

doch ich werde dann wohl keine Kraft zum Umzug mehr haben.

In den NN stand, sie zweifeln an dem Bedarf

und „besorgte Nachbarn“ erwarten zu hohe Bebauung an diesem Ort.

Sollten dort Schul-Container hinkommen,

werden sie dann auch protestieren in einem fort?


Doch zwei Personen („aus der Verwaltung“ - Erweiterung durch Redaktion), mit denen unser Vorstand gesprochen,

(…) die finden die Idee sehr gut.

Sie haben dem Vorstand Hermann versprochen,

ihm weiter suchen zu helfen – sie machen den Menschen im bib wieder Mut.


Liebe bib-Leute, ihr seht, wie enttäuscht und traurig ich bin;

unsere schönen Wünsche und Pläne, sie gehen mir nicht aus dem Sinn.

Ich sage hier meine ganz persönliche Meinung und das in Reimen.

Das ist gar nicht so einfach, lass ich es dann in Zukunft bleiben?



Teil 2: Grillfest im Barbaragarten am 13. Juni 2019

Was waren das für fleißige Helfer und Helferinnen,

als am Donnerstag zum Grillfest ich ging,

Tische, Stühle und Bänke waren aufgebaut,

überall freundliche Leute, die sprachen über alle möglichen Ding‘.

Unterm Pavillon: Dips, Salate, Brot, Kuchen, Teller und Besteck,

in der Mitte des Gartens heizten 2 Grills ein wie de Geck.

Zwischen den Beeten im Garten kein Platz frei mehr,

Alte und Junge, gemeinsam u. international, unterhielten sich sehr.


Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, es gab Regen,

3 – 4mal von oben einen Guss, das war nasser Segen.

Die Gäste wurden satt mit Speise und Trank,

ich sag hier allen Helferinnen und Helfern unseren lieben Dank.


Was würden wir machen im bib ohne Euch bloß?

Ich kann Euch versichern, unsere Freude war groß!

Mein persönlicher Dank an Gertrud geht,

sie hat mich bedient, wie es netter nicht geht.


Renate verteilte zum Ende die Reste, die einige nahmen mit nach Haus,

man glaubt es nicht, ich hielt es volle 3 Stunden aus.

Dass man hinterher leider noch aufräumen muss,

das ist nun mal so, das ist immer am Schluss.


Es ist so schön, dass es Euch gibt, es ist so gut, dass wir Euch haben,

drum will ich gern im Namen aller nochmals „Danke, Danke“ sagen.


Dieses dicke Lob habt Ihr verdient schon,

denn alles macht Ihr ehrenamtlich, ohne Lohn.

Ganz am Ende an Willi geht unser Dankes-Gruß,

der ja für den Stadtteilgarten seinen Kopf hinhalten muss.


                                                     Anni Aan den Boom


 





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